Kräuter-Bergbauernhof Bächle-Waibel

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Pflanzenporträt

 
  • Apfel (Malus domestica)


Jeden Tag einen Apfel erspart uns den Weg zum Arzt, erklärt uns ein englisches Sprichwort. Das besagt eigentlich schon wie wertvoll der Apfel, unsere wohl älteste Frucht an sich ist. Wer kennt nicht die Bibelgeschichte von Adam und Eva. Inzwischen gibt es zahlreiche Apfelsorten. „Alte Sorten" wie den Holzapfel , Boskop,  Klarapfel und Glockenäpfel werde wieder modern, weil sie auch im Allgäu gut gedeihen. In Baumschulen gibt es viele neue Apfelsorten die witterungsbeständig, resistent gegen Krankheiten und verschieden lange lagerfähig, sowie als Koch oder Tafelapfel geeignet  sind . Es ist empfehlenswert sich vor dem Kauf beraten zu lassen . Der Apfel, ein Kernobst das uns vom Kleinkind bis ins hohe Alter begleitet. Wohl dem, der einen Garten besitzt und er kann darin einen Apfelbaum pflanzen. Wie heißt es bei den Schwaben: jeder Mann sollte ein Kind zeugen, einen Baum pflanzen und ein Haus bauen.
Inhaltsstoffe: Der Apfel enthält viel Vitamin C, E und A sowie wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium und Spurenelemente. Er stärkt unser Immunsystem, unterstützt uns bei der Vorbeugung von Krebs und Herzinfarkt, hilft uns gegen freie Radikale,  hält durch das Pektin und andere Pflanzenstoffe unsere Verdauung in Schwung. Da die wertvollen Inhaltsstoffe direkt unter der Schale sitzen, ist es toll wenn der Apfel direkt ungespritzt vom Baum gegessen werden kann. Das trainiert außerdem unsere Zähne und Kaumuskeln.
Verwendung: Bei Durchfall hat unsere Mutter schon früher einen Apfel auf einer sehr feinen Reibe gerieben, mit Butterkeks oder Zwieback zerdrückt wird es zur Kleinkindermahlzeit. Bei Verstopfung hilft ein Kompott aus Äpfeln, wenn man möchte mit Pflaumen mischen. Eine Apfelessigkur tut jederzeit unserem Stoffwechsel gut. Das heißt 1-2 EL Apfelessig, 1 TL Honig in einem Glas lauwarmen Wasser aufgelöst und morgens vor dem Frühstück trinken. Das ganze 3-4 Wochen kuren bringt Körper und Geist in Schwung. Gegen unangenehmes Altersjucken hilft ein Schuß Apfelessig ins Waschwasser, das baut den Säureschutzmantel der Haut wieder auf. Die Schalen können wir Würfeln und trocknen und mit z. B. Hagebutten oder anderen Früchten mischen. Mit kaltem Wasser aufsetzen, kurz aufkochen und 20 Min. ziehen lassen, ergibt einen köstlichen Tee. Apfelsaft erhitzen und mit wenig Honig Zimt und Nelken abschmecken ist ein herrliches Wintergetränk, das nicht nur Kindern schmeckt.  Im Frühjahr: Apfelblüten und andere Frühlingsblüten, wie Wiesenschaumkraut und Gänseblümchen in eine Flasche füllen und mit Apfelessig übergießen, 2 Wochen stehen lassen und abgießen. Wir erhalten einen milden Blütenessig für Salate. Wer Spaß an den Zweigen hat kann sich den Frühling in die Wohnung holen und Zweige im Winter in eine Vase schneiden. Bald schon erscheinen kleine Blättchen und sogar Blüten kommen zum Vorschein.

 
  • Beinwell (Symphytum officinale)


Der Beinwell heißt auch im Volksmund u.a.Beinwurz oder Heilwurzel und ist auch als Comfrey bekannt.Es gibt verschiedene wildwachsende  Beinwellarten. Er liebt es an Bachufern, Gräben und an Seen,in feuchten Gebieten zu wachsen.Hat man ihn einmal im Garten so läßt sich die mehrjährige Pflanze nicht mehr so schnell verdrängen.Im Frühjahr fängt er zeitig an zu treiben. Er gehört zu den Rauhblattgewächsen und hat ein starkes Wachstum,d.h.wird er im Sommer von einem Mehltau oder Pilz befallen so kann man das Kraut getrost abschneiden, es wächst von neuem herran.Die bis zu 1m hohe Pflanze hat einen rauhen Stiel der hohl ist.und die eiförmigen langen Blätter sind beidseitig behaar, weshalb sie bei empfindlichen Menschen als frische Auflage nicht zu empfehlen sind.Die Blüte ist rot bis lila blau und hängen an den Stengeln wie kleine Glöckchen in Trauben.Er blüht zur Freude der Insekten von Mai bis Juli je nach Standort bis in den August hinein.
Inhaltsstoffe:Allantoin, Gerbstoffe,Cholin,Schleim u.a.
Anwendung:Der Beinwell ist eine alte Heilpflanze, wirkt entzündungshemmend, durchblutungsfördernd und schmerzlindernd. Bei Verstauchungen, Zerrungen, Prellungen, Muskelkater, zur Nachbehandlung bei Kochenbrüchen oder bei überbanspruchten Gelenken und Knochen. Anzuwenden wie eine Sportlersalbe, es sollten dabei keine offenen Wunden sein. Zur inneren Anwendung steht uns Beinwell als Symphytum in Homöopathischer Form zur verfügung, da das Kraut innerlich in größeren Mengen genommen leberkreserregend sein soll.
Aus dem jungen Kraut und den Blüten können wir uns ein Beinwellöl ansetzen.Blätter und Blüten bei sonnigem, trockenem Wetter sammeln, die Blätter etwas kleinschneiden und ein Twist- Off Glas locker damit befüllen. Das ganze mit einem guten Olivenöl übergießen und an der Sonne ausziehen lassen. Nach 4 Wochen abseihen.
Da jetzt im Herbst wie im Frühjahr die Wurzelgräberzeit ist und die Pflanzen ihre oberirdischen Teile wieder einziehen können wir Beinwellwurzeln ausgraben, gut sauberbürsten und wenn Sie nicht mehr feucht sind, kleinschneiden und auch wieder in Olivenöl ausziehen. Das geht am besten in einer Jenaerglasform auf dem Herd, aber bei nicht mehr als 60 Grad 20-30 Min. Sonst sind die Inhaltsstoffe kaputt. Dann sowohl Blätter-wie Wurzelauszug mischen und als Öl anwenden oder wer mag mit Bienenwachs im Verhältnis 1:10 abbinden.

  • Große und kleine Brennessel (Urtica dioica, Urtica ursens)


Die Brennessel als Männerpflanze bekannt, sollte die Damenwelt nicht daran hindern sie zu gebrauchen.In der Antike war Sie schon  eine geschätzte  Heilplanze und wurde u.a. gegen Blähungen und als harntreibendes Kraut eingesetzt. Der Samen, der viele Mineralstoffe und Vitamine enthält ,wurde zur Seigerung der Liebeskraft genützt. Vom Aussehen der Blätter die behaart sind, ging man davon aus, daß Sie den Haarwuchs fördern
.Anwendung:Wie inzwischen erwiesen ist, regt die Nessel unseren Stoffwechsel an und ist leicht entwässernd und entschlackend und trägt zur Blutreinigung bei .Auch bei Gicht und rheumatischen Beschwerden kann Sie sowohl innerlich wie äußerlich unterstützend wirken. Mein Vater wollte,daß ihm bei Beschwerden mit Nesselblättern der Rücken abgerieben wurde.Innerlich:  Von den jungen Brennesseln ,1-2 Stängel pflücken und in eine große Tasse geben und mit kochendem Wasser überbrühen, zugedeckt 7 Min. ziehen lassen.Den hellgrünen Tee eventl.mit Honig süßen und so schluckweise trinken.2 Tassen tägl. höchstens 4 Wochen, dann eine Pause einlegen.Im Handel sind Brennesselwurzel- Arzneimittel gegen Prostatabeschwerden erhältlich.
Als wir noch selber junge Kücken hatten ,wurden diese mit hartgekochtem Ei und gehackten Brennesseln aufgezogen. So war ihr Mineralstoff bedarf gedeckt.Auch in der Milchviehhaltung sind getrocknete Brennesseln wünschenswert und sollten mitgetrocknet werden.
Im Garten kann man in einem Faß hervorragend Brennesseljauche herstellen.Dieses ½ -3/4 voll mit frischem Kraut füllen und mit Wasser auffüllen. Diese einige Zeit stehenlassen ab und zu umrühren und dann verdünnt damit gießen.Das düngt die Pflanzen und hilft gegen Blattläuse. Setzt man Tomatenpflanzen so kann man 3-4 Stängel zusammengerollt beim setzten ins Pflanzloch geben, so ist schon vorgedüngt, da die Nesseln dann langssam verrotten.

Herzhaftes Brennesselbrot:
ergibt 2 Laibchen
1kg Weizen oder Dinkelmehl
250g Quark
1 Würfel Hefe
ca. ½ l lauwarmesWasser mit 25g Salz
etw. Kräutersalz
2 Handvoll Kürbiskerne
2 Handvoll gehackte Brennessel
Zubereitung: aus allen Zutaten wie gewohnt einen Hefeteig herstellen,gehen lassen , 2Laibchen formen und nochmals gehen lassen.Auf 200 Grad ca.45 min backen

Zuchinisüppchen mit Brennesseln:
1 Zwiebel geschält, gewürfelt in
1Eßl Butterschmalz andünsten
1-2 kleine Zuchini gewaschen, gewürfelt dazugeben und mit
3/4l Brühe aufgießen und gar ziehen lassen
½ Becher Sahne oder Milch
1Handvoll Brennesseln gehackt zugeben und pürieren
Salz und Pfeffer zum abschmecken.
Gemüse und Kräuter können beliebig ausgetauscht werden.
mit Sahnetuff und Schnittlauch servieren.

Brennesselbutter:

200g Butter, schaumig rühren
1-2 Knoblauchzehe zerdrückt
2 Handvoll gehackte Brennesseln
etw. Zitronensaft
Salz nach geschmack
alles miteinander verrühren,
Brennesseln können beliebig mit anderen Kräutern ausgetauscht werden.
Schmeckt hervorragend auf frischem Brot

  • Engelwurz


Die Engelwurz ist eine imposante große Staude auf die ich im letzten Jahr erst richtig aufmerksam wurde. Weil ich von ihrer kraftstrotzenden Erscheinung, sie kann im zweiten Jahr über 2Meter hoch werden, so beeindruckt bin läßt Sie mich nicht mehr los.
Die riesigen kugeligen Dolden erinnern gleich daran, daß sie zu den Doldengewächsen gehört.
Nicht verwechseln sollte man sie mit dem Riesenbärenklau der die riefligeren Stängel hat, die der Angelica sind fast glatt mit, grünlich - rötlicher Färbung und wie von einem Raureif überzogen.
Die Engelwurz war schon 3500 v.Chr. im Kräuterbuch des Kaisers Shing-nong sehr gepriesen.
Im Mittelalter eine berühmte Heilpflanze und in der Pest und Cholerazeit eine wahre
„Engelwurz". Engel –Wurz wie der Name schon sagt die verbindung von Himmel zur Erde.,
eine Pflanze die uns zur inneren Mitte zurück führt.
Nach einem Hausbau in den Garten gepflanzt steht sie für`s  Ankommen daheim.
Im Herbst die Samen der Engelwurz gesammelt und getrocknet und in ein Säcklein gefüllt mit
einem roten Bändchen zugebunden sagt man gibt Kraft und der aromatische Duft der Samen
soll 2-3 Jahre anhalten.
Bei den Indianern wird aus getrockneten Wurzeln ein Tee gegen Erkältung gemacht.
Aus den Stängeln kann man ein leckeres Naschwerk herstellen, indem man die jungen Stängel in Zucker karamelisiert.
Aus Angelica kann man auch einen Wein herstellen den man dann als Verdauungshilfe trinkt. Zum Beispiel 100g geschnittene Wurzel mit 1l guten Weißwein übergoßen und einen Monddurchlauf stehen lassen dann abseihen. Kühl lagern und täglich ein Gläschen trinken Anglica kann auch in Schnaps angesetzt werden als Magenbitter oder als Tinktur .
Die Engelwurz als Ginsengwurzel der Alpen wie man Sie wohl schöner nicht würdigen kann.


  • Fichte: ( Picea abies)-Balsam für die Atemwege


Als kleine Fehl bin ich schon gern mit dem Vater in den Wald gegangen zum Tannenzapfen sammeln .Als Schüler haben wir im Wald mit Vorliebe Zapfenschlachten ausgetragen und uns hinter den hohen schlanken Bäumen versteckt.Mit ihren immergrünen Nadeln das ganze Jahr über stehen sie als Symbol der Hoffnung. In unserer Allgäuer  Landschaft ist sie eine der häufigsten Baumarten.Die Fichte kann bis zu 40 Meter hoch  werden, wächst in Nadel- oder Mischwäldern bis in 2000 Meter Höhe, wo sie für viele Tiere auf den Almen als Unterstand dient, denn Ihre Äste reichen oft bis zum Boden.
Mancherorts sieht man sie im Garten als Hausbaum oder gestuzt als Hecke,sie ist im Anbau also recht unkompliziert.
Heilwirkung:
Sie besitzt Terpentinöl (Harz) älterische Öle und unter anderem viel Vitamin C
Wenn man im Frühjahr (April- Mai)die hellgrünen weichen Triebspitzen kostet, schmeckt nicht nur das bitter-haarzige herraus sonder bei längerem kauen, wird es säuerlich was vom Vitamin C herrührt. Das Harz hat man früher zur Wundbehandlung genommen weil es desinfizierend ist.Heute wird es noch zum Räuchern benutzt,da sollte es allerdings 1Jahr lang getrocknet werden denn sonst qualmt es.Angesetzt als Fichtennadelsirup oder Tinktur sind die Triebe ein wirksammes Mittel gegen festsitzenden Husten und Schleim in der Lunge. Dies desinfiziert und reinigt die Bronchien. Auch bei Halsentzündung und eitrigen Atemwegserkrankungen ein Mittel der Wahl.Nicht anzuwenden bei Asthma und Krampfhusten denn hier können die Krämpfe durch die starke Anregung der ätherischen Öle verstärkt werden.Äußerlich angewendet wird sie bei leichteren Muskel-und Nervenschmerzen sowie bei rheumatischen Beschwerden.Aus dem Volksglauben überliefert: „Guten Morgen Frau Fichte, hier bring ich dir die Gichte"soll ein Rheumakranker sagen und dem Baum den Schmerz übertragen.
Anwendung:
Gönnen sie sich imHerbst und Winter einen Spaziergang in unserer schönen Natur. Die aromatischen Harze tun der Lunge gut ,stärken unser Imunsystem,beugen der Winter melancholie vor.und schenken Kraft und Zuversicht. Im Fühjahr die jungen Triebspitzen gesammelt, z.B. von gefällten Bäumen, ergeben eine köstlichen Sirup,den auch Kinder gerne mögen.
Junge hellgrüne Triebspitzen sammeln, kurz waschen in einen Topf geben und mit Wasser bedecken,aufkochen und ½ Std. ziehen lassen.Durch ein Tuch seihen.Auf ½ Liter Saft 350g braunen Zucker geben und zu Sirup einkochen.
Einfacher geht es so: .Einige junge Triebspitzen sauber und trocken in ein Glas geben und mit flüssigem hochwertigen Honig übergossen 3 Wochen an derWärme ziehen lassen. Den Honig Teelöffelweise gegen Husten nehmen oder einfach so genießen.Gepflückte Triebe rasch verarbeiten da sie sehr schnell an Vitamin C verlieren.
Als Tinktur angesetzt und herrlich anzusehen ist, im Herbst einen grünen,haarzigen Zapfen in ein Schraubglas stellen und mit hochprozentigem Alkohol ansetzen.4Wochen stehen lassen.Bei Bedarf 5Tropfen in ein 2cl Wasserrglas füllen und einnehmen. Eine nette Kinderbastelei ist es, in die an der Wärme aufgegangenen Zapfen schuppenförmig ringsum bunte Schockoplättchen zu stecken. Damit das Minibäumchen steht stellen wir es am Zapfenende auf einen Ring aus Alufolie.Nicht zu vergessen ist die Freude die uns die Tanne in die Wohnstube bringt als Weinachtsdekoration in Form eines Kranzes ,als Gesteck oder Christbaum wo sie im Lichterglanz erstrahlt. Und so wünsche ich allen ein gesegnetes Weinachtsfest und allesGute für‘s Neue Jahr.
Psst! Aus alter Überlieferung heißt es,daß in der Hl. Nacht die Tiere sprechen!

  • Frauenmantel(Alchemilla vulgaris)


Neben zahlreichen anderen Kräutlein ist der Frauenmantel eines der ersten Pflänzchen  die sich im Frühjahr durch die sonnenerwärmte Erde ans Licht drängen. Eine bekannte  Frauenheilpflanze ,die nicht nur in der ländlichen Gegend, Anwendung findet. In ihren Blättern sammelt sich häufig ein kleiner Wassertropfen der von der Pflanze selbst gebildet wird und nicht wie häufig angenommen vom Tau kommt. Dieses „kleine himmlische Tröpfchen" auf die Augenlieder oder ins Gesicht getupft soll den Damen zu mehr Schönheit verhelfen, deshalb  auch Sonnentau genannt. Das Blatt sieht aus wie ein kleiner Handteller und der Blattrand ist leicht gezackt. Betrachtet man das Blatt genauer erinnert es an einen Mantel. Blüht das Kraut ab Mai bringt es kleine hellgrüne Blütensternchen hervor. Sammeln können wir die jungen Blätter und Blüten vom Frühjahr bis in den Herbst Der Frauenmantel ist eine mehrjährige Pflanze und es gibt sie auch als Staude für den Garten. Diese Art ist allerdings nicht zu Heilzwecken geeignet, aber die Blütendolden und Blätter können sehr gut für Gestecke getrocknet werden.
Die Staude ist an ihren Standort sehr anspruchslos . Sie liebt es sonnig bis halbschattig und mag feuchten Boden. Hat sie einmal Fuß gefasst,  versamt  sie sich oder wir können die Staude vermehren, indem wir  im Frühjahr den Wurzelballen teilen. Bei ungünstiger Witterung kommt es vor das auf den Blättern und Blüten ein weißer Belag zu sehen ist, dann sollte nicht mehr geerntet werden, denn das ist ein Pilz. In höheren Lagen über 1000m, gibt es den Silbermantel, deren Blattunterseite silbrig behaart ist und  über die  gleichen Inhaltsstoffe verfügt oder die Wirkstoffe noch verstärkt sind.  :
Inhaltsstoffe: Gerbstoffe, Bitterstoffe,  Flavonoide , ätherische Öle u.a.
Anwendungsgebiet: Zum gurgeln bei Zahnfleischentzündungen und im Mund  und Rachenraum können wir uns aus dem frischen oder getrockneten Kraut einen Tee kochen. Sind wir im Frühling unterwegs eignen sich die Blätter als „Wiesenpflaster" für kleine Wunden zur Erstversorgung zum auflegen. Das frische Grün passt auch im Frühling in jede  grüne Suppe oder in Pesto.
Die wohl bekannteste Anwendung  liegt  in der Frauenheilkunde, wie auch der Name ja schon erahnen lässt. Eine Tasse Tee bringt uns ein wärmendes Gefühl in den Bauch und stärkt den Unterlaib, löst alle krampfartigen Beschwerden in Magen und Darm und ist auch bei Durchfall Erkrankungen hilfreich. Nach der Geburt wird die Alchemilla gerne in Milchbildungstees gemischt und  als Tee Absud können wir Sitzbäder machen.



  • Johanniskraut (Hypericum perforatum)- Sonne für die Seele


Auch wenn Johanni schon vorbei ist, möchte ich euch trotzdem diese wunderbare Heilpflanze vorstellen. Das Johanniskraut blüht um den 24.Juni bis ende August und ist  Johannes dem Täufer geweiht. Am 21.Juni feiern wir jedes Jahr Sommersonnwend. Das heißt   die Sonne hat im Sommer ihren Höchststand erreicht  und  das leuchtende gelb der Blüten soll uns daran erinnern,deshalb auch Sonnwendkraut genannt. In  alten Überlieferungen kann man lesen, daß früher Kränze aus dem Kraut gebunden wurden und an Stall und Haustür gehängt zum Schutz vor allem Unheil und Bösen. Daher ist es auch eine Schutzpflanze bei der Herstellung von Räuchermischungen.
Anbau: Das Kraut liebt trockene Standorte und ist deshalb an sonnigen Bergwiesen, Wegrändern und auf Brachflächen zu finden. Da es schon Pflänzchen  in Gärtnereien gibt ist es zu empfehlen es im Garten anzusiedeln .Das Wundkraut wie es auch genannt wird, ist sehr pflegeleicht, allerdings wenn es ihm gefällt fängt es an zu wuchern und macht sich breit.. Erkennen kann ich diese gelb blühende Pflanze am besten, wenn ich eine Knospe zwischen den Fingern zerdrücke und es tritt ein rötlicher Saft aus.   
Verwendung: Das wohl bekannteste Produkt dieser Pflanze ist das Rotöl. Dieses Öl kann zur Pflege vom Kind, Erwachsenen,  bis ins Hohe-Alter oder auch als Massageöl genutzt werden.  Vor allem aber als Heilöl bei z.B. Sonnenbrand, leichten Verbrennungen, Ohrenweh,zur ,Narbenpflege,bei Hexenschuß, Verspannungen  und Gelenkschmerzen, zur Wundbehandlung bei tiefen Wunden, heilt es, von innen nach außen,  nur um einiges zu nennen .Innerlich zum Beispiel als Tee ist es in den letzten Jahren als Antidepressiva sehr bekannt geworden. Johanniskraut ist das Nervenmittel schlechthin. Als Absud kann man es auch dem Badewasser zugeben, was auch mit dem Öl möglich ist, was gerade in den dunkleren Monaten Stimmungsaufhellend wirkt und der Haut gut tut. Wer möchte kann sich auch eine Tinktur herstellen und diese Tropfenweise einnehmen.
Anwendung:  Zu beachten gilt es ,  daß Johanniskraut lichtempfindlicher macht und es schneller zu Sonnenbrand kommen kann.  Es die Funktion der Leber anregt und so evt. Medikamente unwirksam werden. Desweiteren sollte man bei depressiven Verstimmungen das Kraut über mindestens 4-5 Wochen einnehmen da es eine längere Anlaufzeit braucht bis es zu einer Wirkung kommt.Da ich eine Verehrerin vom Johanniskraut bin und ich sehr schlecht bräune habe ich meine helle Freude daran dass meine weißen Beine dann wenigstens ein bischen Farbe annehmen.
Herstellung von Rotöl: Johanniskrautblüten und Knospen werden bei trockenem Wetter gegen Mittag gesammelt und in eine saubere weithalsige Flasche gefüllt. Die Blüten sollten bis 2\3 das Glas füllen. Sodann mit gutem Öl Ihrer wahl z.B. Sonnen od.Olivenöl aufgießen,wichtig alle Blüten müßen vollständig bedeckt sein, und verschließen. Nun an die Sonne stellen.Innerhalb 4-6 Wochen färbt sich das Öl rot, dann kann es abgesiebt werden und in kleine Flaschen gefüllt. Nun ist es gebrauchsfertig.

  • Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus)- Bauernpenecellin


Die Kapuzinerkresse stammt eigentlich aus Peru und ist erst im 17. Jahrhundert nach Europa gekommen.Der Name dieser Pflanze kommtvom Mönchsorden der Kapuziner die diese eigentlich als Mittel gegen Viehseuchen empfohlen haben. Ich denke daher auch schon der bezug zum Volksnamen Bauernpenecillin.
Die Kapuzinerkresse auch liebevoll „Guck über den Zaun" genannt, ist wie der Name schon erahnen lässt  eine Pflanze die gerne an Zäunen und Stangen emporrankt.Es gibt niedere und hochrankende Sorten und mit ihren leuchtend gelben, orangen und roten „Tüten" ist sie auf jeden Fall eine Bereicherung in jedem Garten und auch für Kübel und Balkone geeignet.
Der Anbau erfolgt relativ einfach, durch aussäen im Frühjahr nach den Eisheiligen, an Ort und Stelle.Sie paßt sehr gut am Beetrand zu Ringelblumen und Gewürztagetes oder auch an den Stangen zwischen Bohnen oder am Zaun eines Bauerngartens.Da sind der Phantasie keine grenzen gesetzt.An sonnigen Standorten bildet sie mehr Blüten als im Halbschatten da überwiegen dann die Blätter. Fleißig büht sie dann ab Juli bis in den Oktober wenn die ersten Nachtfröste beginnen, da ist sie sehr empfindlich.
Heilwirkung: Wie der Name „Bauernpenecellin" schon ausdrückt hilft die Kresse gegen alle Vieren und Bakterien. Sie enthält natürliches Penecillin,  Vitamine, Senfölglykoside, Schwefel u.a.
Das heißt sie ist uns nützlich in Erkältungszeiten,bei Schnupfen, Husten, alles was mit Atem oder Bronchien zu tut hat und bei Harnwegsinfekten.Da habe ich mit einer eigenen Tinktur schon tolle Erfolge erzielt. Täglich im Garten eine Blüte gekaut ist die Kresse appetitanregend,stärkt unsere Leber und unser Immunsystem. In maßen genossen bringt die Kapuzinerkresse auch bei magenempfindlichen Personen keine Beschwerden. Einen Schuß Kresseessig ins Badewasser pflegt unseren Säureschutzmantel der Haut und hilft gegen Altersjucken.
Verwendung:Kresseblüten und Blätter locker in ein weithalsiges Glas füllen und z.B. mitApfelessig auffüllen.
Je mehr rote Blüten um so schöner die Farbe des Essigs. 2-4 Wochen in der Küche stehen lassen und dann in schöne Flaschen abseihen.Nun haben wir einen köstlichen Essig zum Salat. Morgens in ein Glas Wasser, 2 Eßl. Essig und 1 Eßl. Honig gut verrühren, nüchtern schluckweise trinken regt es unseren Stoffwechsel an.
Kapuzinerkresse können wir leider nicht trocknen oder eingefrieren deshalb möglichst viel über den Sommer im Salat,zur Kräuterbutter und in der Küche verwenden.

  • Löwenzahn ( Taraxacum officinale WEB.)


Der Löwenzahn auch aus Kindertagen genannt Butterblume,Kuhblume, wie der Name schon sagt eine gute Futterpflanze fürsVieh. Als Pusteblume, welches Kind hat da nicht eine riesen Freud,wenn der Löwenzahn blüht und man bläst die Samen in den Wind, daß die „Lichtle" nur so fliegen. Da geht jedem das Herz auf wenn es Frühling wird und die Wiesen sind  gelb, weil die Schmalzblumen blühen und es ist dann auch längst die Zeit, daß die Tiere wieder aus dem Stall raus, auf die Wiesen dürfen.
Aber ganz im zeitigen Frühjahr, wenn die ersten Pflänzlein sprießen, können wir schon den ersten Löwenzahn mit dem Messerchen stechen, vor er Knospen bildet,und uns davon, einen leckeren Salat bereiten. Ist er ganz jung kommen seine Bitterstoffe  noch nicht so zum Vorschein, so daß wir uns das wässern sparen können, was für die Vitamine sehr von Vorteil ist. Wer möchte kann sich Eier dazu hart kochen und das ganze mit einer Marinade anmachen oder die jungen Blätter kleingeschnitten unter den Kartoffelsalat mischen.Früher wurden die Wurzeln ausgegraben getrocknet, geröstet und gemahlen,dann als Kaffeeersatz getrunken.
Seine Bitter-, Gerb- und, Mineralstoffe sowie Spurenelemente und Vitamine bringen uns im Frühjahr neu in Schwung. Sie wirken abführend, entschlackend und entwässernd, kurzum unser Stoffwechsel kommt in Schwung und das Blut wird gereinigt.Er  regt die Gallen und Nierentätigkeit an und stärkt dieLeber.  Bei Gallenleiden sollte mit dem Arzt Rücksprache genommen werden. Warzen kann man vertreiben in dem man bei abnehmenden Mond, den weißen Saft des Stieles, täglich mehrmals auf die bertroffene Stellen tupft. Als Frühjahrskur 2Handvoll Löwenzahnblätter mit 2 Gelbe Rüben in den Entsafter geben und tägl. trinken, 3-4 Wochen oder als Teekur Löwenzahnblätter mit Brennesseln gemischt 2-3 Tassen tägl. auch 3-4 Wochen.
Hervorragend schmeckt ein Sirup aus Löwenzahnblüten. Da können Kinder mithelfen bei Sonnenschein und auf ungedüngten Wiesen, die aufgeblühten Blüten zu pflücken. 4 Handvoll  Löwenzahnblüten, 1 kg Zucker, Saft von 2 Zitronen und 1l Wasser. Blüten ohne Kelche (Sirup wird sonst bitter) mit Wasser ca. 10 Minuten leise kochen, abgießen. In die Flüssigkeit Zucker und Zitronensaft geben und umrühren. Köcheln lassen bis der Zucker aufgelöst ist und weitere 20 Min.ziehen lassen. In heiß ausgespülte Flaschen abfüllen. Mit Wasser oder Tee verdünnt trinken oder mit Sekt als etwas besonderes.
Löwenzahnhonig:2 Handvoll Blüten, wieder ohne Kelche,1Glas Honig sollte noch flüssig sein und als Geschmacksbeigabe 2 Nelken, kl. Sange Zimt, 3 Kardamom gemörsert. Blüten und Gewürze in ein Schraubglas geben und mit Honig übergießen.2-3 Wochen auf der Fensterbank stehen lassen und dann abseihen.


  • Lungenkraut (Pulmonaria officinalis)


Kaum ist der erste Schnee vergangen guckt im Garten, so um die Osterzeit das Lungenkraut mit seinen rosa und blauen Blüten hervor. Im Volksmund wird das Kraut u.a. blaue Schlüsselblume, oder Hänsel und Gretel  genannt .Sieht man die Blüten genauer an so sehen die Kelche aus,
wie die einer Schlüsselblume. Die Blätter sind etwas breiter und länglich und sind, wie die Stängel, ein bischen behaart und haben auf der Oberseite weiße Tupfen, die an eine Lunge erinnern. Daher rührt vielleicht auch  sein Name.
Die Mythologie erzählt uns:  Die hellen Flecken der Blätter gehen auf die Milch der hl. Maria zurück. Beim stillen des Jesukindleins sollen ein paar Tropfen auf die Blätter gefallen sein.
. Anbau: Das Lungenkraut wächst in schattigen Mischwäldern, an Waldrändern und Gebüschen.Es kann aber inzwischen in jeder Gärtnerei erworben werden. Es liebt einen feuchten Boden im Halbschatten. Es ist mehrjährig und wird jedes Jahr buschiger und größer und bis zu 30cm hoch. Im Garten ist das Kraut eine dankbare und pflegeleichte Pflanze die jedes Jahr von März bis Mai blüht.Eine Besonderheit sind ihre zweifarbigen Blüten ,rosa bis blau, die besonders Kinder, witzig finden. Da die Schlüsselblume geschützt ist wäre eine Lungenkrautpflanze im Hausgarten als alternative wünschenswert.
Inhaltsstoffe: Sie enthält Schleimstoffe, Gerbstoffe, Saponine,Allantoin, Kieselsäure und andere und hat schleimbildende, auswurffördernde und gewebefestigende Eigenschaften.
Verwendung: Die Blätter und Blüten bei trockenem Wetter, wenn möglich in der Ostersonne gepflückt, haben eine besonder`s hohe Heilwirkung. Die Kräuter erwachen nach der Winterruhe mit neuer Frühlingskraft zum Leben..Anschließend hängen wir sie  an einen schattigen, luftigen Ort. So können wir  bei Halsweh,  Husten , zur Unterstützung der Bronchien und der Lunge z. B. auch bei Rauchern, einen Tee kochen .Wenig Kraut, daß zwischen 3 Finger passt, in eine große Tasse geben mit kochendem Wasser übergießen, 10 Min. ziehen lassen und abseihen. Mit Honig, gesüßt bis 3 Tassen am Tag, schluckweise trinken. Nicht überdosieren ,da in diesem Fall Nebenwirkungen nicht auszuschließen sind.
Getrocknet ,zerrebelt und mit etwas Salz vermischt kann man es auch den Viechern bei Husten geben.
Weniger bekannt dürfte das Lungenkraut- Bier sein. 1EL Lungenkraut in ½ l Bier bis kurz vor dem sieden erhitzen, ziehenlassen, abseihen und körperwarm trinken. Das ist wohl mehr für Hartgesottene.
In der Küche können wir die noch jungen, zarten, Blätter zur Gründonnerstagssuppe geben, wenige kleingeschnitten  in Salate oder die Blätter in Pfannkuchenteig ausbacken.  
Am Kräutertor in Ofterschwan
g befindet sich das Lungenkraut zum ansehen.

  • Petersilie:Ein Kraut - nicht nur für den Suppentopf


Petersilie (Petroselinum ) auch unter den Volksnamen Peterle , Kräutel und im süddeutschen Raum vermehrt unter Peterling bekannt gibt es in krauser, glatter und Wurzel-petersilie.Sie ist wohl eines der bekanntesten Küchenkräuter,aber wohl weniger als Heilpflanze bekannt.Die krause Petersilie wird  beim  dekorieren der Speisen in der Küche bevorzugt ,wärend die glatte Petersilie aromatischer sein soll.Wobei die intensivität der  Inhaltsstoffe bei allen  Kräuter auch immer vom Standort abhängig ist.
Anbau im Garten:
Das tolle an diesem Kraut ist, daß wir es im Sommer im Garten ,auf gutem Boden, sonnig oder halbschattig am besten in Reihen aussäen können und im Winter steht es uns frisch auf der Fensterbank zur verfügung.Petersilie braucht sehr lange zum aufgehen und wer damit bisher kein Glück  hatte sollte Sie mal  Mittwochs aussäeen. Das habe ich von Tante Alma gelernt. In freier  Natur kann Petersilie leicht verwechselt werden und es ist anzuraten davon zu lassen.
Heilwirkung :
Sie enthält unter anderem ätherisches Öl, Vitamin A und E,aber hauptsächlich sehr viel Vitamin C, was uns im Winter zugute kommt. Das heißt wir kochen sie nicht mit ,sondern streuen es frisch gehackt auf unser Essen..Desweiteren ist Sie wassertreibend appetitanregend ,blähungswidrig und krampflösend. Aus dem Mittelalter wird uns überliefert" Petersilie bringt den Mann auf``s Pferd und die Frau unter die Erd", Was auf die potenzfördernde aber auch abortive Wirkung hinweisen soll. Als Kind weiß ich noch auf den Märkten die Stände mit den Petersilpillen, die auch unter anderem gegen unangenehmen Mundgeruch helfen sollten. Das heißt nach Genuß von Knoblauch und Bärlauch kann uns das kauen von Petersilie zu frischerem Atem verhelfen.
Anwendung:
Eine sehr wohlschmeckende und dazu noch eine Herz –und Nervenstärkende  Art der Anwendung ist die Zubereitung eines Herzweines nach Hildegard von Bingen. Dazu brauchen wir 10-12 Stängel Petersil ,2 EL Essig  1l Weißwein und 250g naturreinen Honig. Nun geben wir Wein  Petersil und Essig in einen Topf und lassen es10 Min. leise köcheln, danach lassen wir den Sud auf mindestens 40 Grad abkühlen. Nun seihen wir ab und geben den Honig dazu, ist der Sud zu heiß verliert der Honig seine Inhaltsstoffe.Jetzt können wir Abfüllen in Flaschen. Täglich 1-2 Stamperl Herzwein stärkt nicht nur unser Herz sondern hilft auch der Entwässerung.
Als Frühlingskur kann man sich aus Kraut und Wurzel einen Tee bereiten und täglich davon 3 Tassen trinken nicht länger als 2-3 Wochen zur Harnwege und Nierenspülung. Wie oben schon erwähnt :Nicht in der Schwangerschaft anwenden.
In der Schönheitspflege wird das Kraut geschätzt wegen seines Vit.E, das uns die Haut glättet und weich macht, also viel Petersilie essen als natürliches anti aging.Wie ein Haartonikum können alle dunkelhaarigen Tee aus Petersilie benützen.Abgekühlten Sud ins Haar masieren 10 Min.einwirken und dann gewohnt waschen,ergibt einen schönen Glanz.
Wenn man 12,5 Jahre verheiratet ist kann man Petersilien-Hochzeit feiern!

  • Räuchern-Uraltes Brauchtum wird wieder lebendig


Angeregt durch die Kräuterbäuerinnen auf der Käseolympiade sitze ich nun hier vor meinem Räucherstövchen und genieße den Duft meiner Garten- Kräuter und das mitten im Winter.Wer glaubt es hier mit „nuimodischem Zuig" zum Tun zu haben, liegt in der Tat falsch. Geräuchert wurde schon in der Pestzeit. Riesige Wacholderfeuer brannten in den Städten um die Luft zu reinigen und die Pest zu bekämpfen.Räuchern bedeutet :"Reinigung".Aus meiner Kindheit weiß ich noch wenn bei uns geschlachtet wurde kam die Wurst und der Speck einige Zeit in den Rauch. Geräuchert wurde mit Holzspänen und Kräutern wie z.B.Wacholder.Gemacht wurde das einmal wegen dem Geschmack und natürlich zur Haltbarmachung, denn der Rauch des Wacholder wirkt desifizierend und keimtötend.Das ist die wissenschaftliche Variante.
Hatte man im Stall „Pech" wie man bei uns Bauern sagt und eine Krankheit löste beim Vieh die andere ab so konnte man es auch mit einer Stallausräucherung versuchen um die Gesundheit der Tiere zu Stärken. .Desweiteren wurde geräuchert bei Tod ,Geburt, Einzug ins neue Heim und zu bestimmten Jahreszeiten wie wir sie jetzt in den Rau(ch)nächten vom 25.Dez..bis Heiligdreikönig haben, wo ja auch die 3 Könige mit Weihrauch ausgesendet werden.Hierbei bitten wir um Schutz und Segen, und  Rauch steht  für „Neubeginn" den wir ja bei jedem Jahreswechsel feiern.So hat auch jedes Kraut seine eigene Aufgabe.Lavendel entspannt, Ringelblume gibt Wärme und Trost ,Rose gegen Traurigkeit, Salbei reinigt, Ysop belebt die Sinne, Johanniskraut bringt Licht und z.B. die Engelwurz gibt Geborgenheit.Die Kräuter können bliebig gemischt werden sofern das Thema in die gleiche Richtung geht wie z.B. Entspannungskräuter nicht unbedingt mit anregenden Kräutern mischen.  .
Zum Räuchern brauchen wir: Stövchen mit Teelicht, feines Räuchersieb, feiner Sand,Holzstäbchen evt eine Feder und getrocknete Kräuter oder fertige Räuchermischung wer mag Fichtenharz, Weihrauch u.s.w.oder ganz toll ein bischen vom Kräuterbuschen (15.Aug.)
So geht’s: Wir entzünden unser Teelicht setzten es ins Stövchen und legen unser Sieb auf. Damit unsere Kräuter nicht Verbrennen streuen wir darauf etwas Sand. Nun bröseln wir ganz fein unser Räuchergut darauf .Wenn wir Harz dabei wollen beginnen wir damit und fächeln mit der Feder etwas Luft zu.Harze rauchen mehr und riechen intensiver während Kräuter einen zarten Duft entwickeln denn durch die Hitze setzen wir die ätherischen Öle frei.Nun müßen wir nur noch darauf achten daß die Kräuter nicht verbrennen sondern schieben Sie dann mit unserem Stäbchen beiseite. Das Stövchen nie unbeaufsichtigt lassen. Ich wünsche viel Spaß beim ausprobieren.


  • Ringelblume ( Calendula officinalis)


Ringelbume,Kringelblume,Butterblume, Salbenblume,  oder liebevoll Marienrose.Alle diese Volksnamen sagen überdiese wunderbare Wundheilpflanze etwas aus.Als Totenblume heutzutage weniger bekannt, pflanzte man die Ringelblume früher auf Gräber.In  jedem Gärtlein sollte diese vielseitig einsetzbare,sonnige Blume sein Plätzchen finden."Früh am Morgen, wenn die Blüten aufgehen,dann sollte den ganzen Tag die Sonne scheinen,wird das Wetter schlecht bleiben die Köpfchen zu."So sagt es eine alte Bauernregel.
Der Anbau ist sehr einfach und auch Kinder finden Ihren Spaß daran.Den Samen,der Mondsichel ähnlich aussieht,daher auch der Name Ringel-oder Kringelblume, wie üblich in Töpfen,Kästen oder gleich ins Freiland aussäen.Gefällt es ihr an einem Ort sät sich diese einjährige Pflanze jedes Jahr von neuem selber aus.Sie blüht gelb bis orange und eignet sich auch sehr gut als Randbepflanzung,sowohl beim Kräuter-wie auch beim Gemüsebeet.
Die bekannteste Art der äußerlichen Anwendung findet die Ringelblume wohl in der Salbenherstellung und beim Säubern von Wunden als Teeabkochung.Von der Kinder bis zur Altenpflege können  die vorzugsweise orangfarbenen Blüten in Einsatz kommen,da sie desinfizierend,entzündungshemmend und wundheilend wirken.Zur Herstellung sowohl bei äußerlichen wie innerlichen Anwendungen ist es ratsam nur die Lippenblüten zu verwenden,keine Kelche und auch keine Blätter, da diese gegebenenfalls Allergien auslösen können.In Teemischungen bringen die getrockneten Blättchen bunte Lichter und wirken bei Magen- Darmproblemen.Gegen Entzündungen im Mund und Rachenraum hilft das gegurgeln mit Tee.
Die Herstellung eines Heilöles ist sehr einfach und es lohnt sich immer es aus zu probieren.Eine weithalsige Flasche,mit bei sehr trockenem Wetter gepflückten Blüten bis gut zur Hälfte füllen und mit einem guten Sonnenblumen oder Distelöl aufgießen, zudrehen und auf die Fensterbank stellen.Ab und zu schwenken ,nach 3-4 Wochen abgießen .Wer mag kann es mit Bienenwachs zur Salbe weiter verarbeiten .Sowohl Öl wie Salbe eignen sich zur Hautpflege,bei Schürf- und Kratzwunden, zur Venen-und Narbenpflege,vorbeugend gegen Schwangerschaftsstreifen.Die Anwendung im Windelbereich und auch bei Schrunden an Händen und Füßen und so weiter,ist aus meiner Erfahrung besser in Form von Salbe.Selbst im Stall zur Euter-und Wundpflege tut Sie gute Dienste.
In der Küche erfreuen die Blüttenblätter in Speisen mit ihrer gelben Farbe z.B.in der Kräuterbutter:auf 200g Butter eine Handvoll gehackte Kräuter nach Wahl und 5 Blüten ohne Kelche abgezupfen,cremig rühren und mit wenig Salz und einen spritzer Zitronensaft abschmecken.




  • Rosen-Arten ( Rosa) Pflanze der Herzen


Ein Garten ohne Rosen,für mich unvorstellbar.Sie ist unbestritten die Königin der Blumen die jeden Kräutergarten auflockert. Von den Römern wurde sie im Altertum nach Europa gebracht und in den Pfahlbauten wurden schon Hagebutten,die Früchte der Wildrose gefunden.Die Wildrose Mutter aller Rosen ist also schon eine sehr alte Heilpflanze um die sich auch viele Myten und Sagen drehen.In der Kirche ist sie der Jungfrau Maria zugeordnet  und auch heute noch die Blume der Liebenden.
Standort.:
Sie gehört zu den Rosengewächsen,liebt die Sonne und als Wildrose ist sie an Waldrändern Wegen und Gebüschen zu finden.An den Boden stellt sie kein besonderen Ansprüche.
Sammeln:
Über den Sommer können wir die ungespritzten Blütenknospen und Blätter der Duftrosen aus unserem Garten sammeln.und an einem schattigen luftigen wenn möglich abgedunkelten Ort rasch trocknen.So stehen sie uns für Tee Bäder Potpurries zur Verfügung.Im Herbst lachen uns die kleinen Hagebuttenzwerglein mit Ihren knallroten Backen entgegen.Sie sammeln und trocknen wir für Tee.Nach dem ersten Frost können Sie für Marmelade gepflückt werden den dann sind sie weich.
Heilwirkung.:
Weil die Hagebutte sehr viel Vitamin C enthält stärkt sie unsere Abwehrkraft .Als Tee wird sie bei fiebrigen,grippalen Erkältungen angewand.Als Haus-und Kindertee eine idealeVorbeugung und ein .gesunder Durstlöscher. Wegen ihres Pektingehaltes hat sie eine leicht abführende Wirkungung ist leicht harntreibend.

Rosenblütenknospen als Tinktur angesetzt, berührt sie traurige Herzen regeneriert und gibt neuen Mut.Sie hilft aus grauen Lebensphasen in denen wir nur noch „funktionieren" bringt Lebensfreude und Vitalität zurück.

Die Blätter als Tee eingesetzt (1gehäufter Teel. für eine Tasse)mit Honig gesüßt ist er Herz und Nervenstärkend.
Die Rosenblütenblätter spielen in der Kosmetik eine große Rolle.Was wir uns auf einfachste weise zunutzen machen können.Frische saubere trockene Rosenblütenblätter in ein Schraubglas gegeben 2/3 voll und mit Jojobaöl  auffüllen sodaß keine Teile rausschauen 2-4 Wochen an die Sonne stellen dann abseihen eventuell einige Tropfen ätherisches Rosenöl zugeben nach dem duschen in die noch feuchte Haut einmassieren.Ist eine wohltat für Körper und Seele.Pflegt und glättet die Haut.
Rosenblütenessig zum verfeinern des Salates. 2 Handvoll Blätter in eine weithalsige Flasche geben mit mildem Apfelessig aufgießen und verschließen.Einige Tage stehen lassen dann kann man abseihen.Auf diese Art kann man Essige mit vielerlei verschiedenen Blüten herstellen und erhält so eine Palette von Essigen.

Als ich noch eine Lausfehl war und mit vielen Lausbuben zu tun hatte war es für uns der größte Spaß dem anderen das innenleben der Hagebutte nämlich die haarigen kleinen Körnchen in den Kragen zu stecken.Was einen heiden Juckreiz auslöste und man mußte schleunigst die Kurve kratzen.bevor einen der Gehänselte erwischte.



  • Rotklee (Trifolium pratense) weit mehr als nur eine „ Kinderpflanze"


Wir kennen Sie alle die hübschen rosafarbenen Kugelblüten die uns durch den Sommer begleiten.Als Kind haben wir die einzelnen Blütchen ausgezupft und ausgezuzelt und ein lieblicher Honig geschmack hat uns verzaubert.Haben wir dazu noch ein 4 blättriges Kleeblatt gefunden so sollte es Glück bringen, denn der Name Trifolium heißt  eigentlich 3-Blatt.  Botanisch gehört der Klee zur Familie der Schmetterlingsblütler was auch darauf hinweist, daß sie von Insekten  gerne besucht werden. Bei uns im Allgäu ist der Wiesenklee eine gern gesehene Futterpflanze für das Vieh.
Sammeltipps:
Die Rotkleeblüten können bei guter Witterung den ganzen Sommer über in ungedüngten Wiesen und an Wegrändern fernab der Straße gepflückt werden. Die jungen Blättchen und Blüten geben in Salaten, Süßspeisen und auf Butterbrote mit anderen Blüten gestreut eine gesunde Abwechslung. Mit Margaritten zu einem Kränzchen gebunden eine Freude für kleine Prinzessinnen.
Heilwirkung:
Er enthält unter anderem 4 pflanzliche Hormone, Mineralstoffe und Vitamine .Aus diesem Grund wird der Rotklee immer bekannter als Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden.Mittel gibtes inzwischen schon fertig zu kaufen.. Des weiteren sorgt er für gute Stimmung,weil er die Glückshormon ausschüttung ankurbelt. Regt die Zellproduktion an und sorgt so für die Festigkeit der Haut.Desweiteren ist er blutreinigend, krampflösend ,entzündungshemmend und erweichend z.B. als Auflage bei Furunkeln.
Anwendung:
Blütenköpfchen sammeln und trocknen, als Beimischung von Hustentee`s.Aus einem Teeaufguß können Kompressen zur Schönheitspflege gemacht werden oder dem Badewasser Sud zugegeben . Natürlich als Teekur nicht länger wie 3-4 Wochen 2-3 Tassen tägl.z.B. im Herbst gegen Stimmungstief`s oder einfach mit anderen eßbaren Blüten in eine saubere Flasche bis 1/4voll füllen und mit Essig aufgießen ,14 Tage stehen lassen dann abseihen .Viel Freude wünsche ich dann beim Genuß.

  • Salbei (Salvia officinalis)


Salbei eine bekannte Würz- und Heilpflanze, die auch hier bei uns im Allgäu mit seinen vielen verschiedenen Arten  einzug gehalten hat. Wer einmal Spaß an dieser sehr alten , ja bis in die Antike zurückgehenden Heilpflanze gefunden hat, kann sich in Gärtnereien mit verschiedenen Variationen eindecken.Ob z.B. Ananas-Honigmelonen und Fruchtsalbei,  diese Sorten sind nicht winterhart und müßen im Haus überwintert werden, sind dafür köstlich als Tee .Gewürzsalbei, Dalmatinischer-Salbei, spanischer Salbei,sowie Salbei officinalis sind winterhart und freuen sich über eine Reisigabdeckung in der kalten Jahreszeit. Der Salbei ist ein wärmeliebender ausdauernder Halbstrauch und kann bis zu 60 cm hoch werden denn von unten herrauf verholzt er.Die Blätter kann man den ganzen Sommer über frisch ernten und zum trocknen als Wintervorrat sind sie bestens geeignet.Wer diesen Sommer noch nicht gelegenheit dazu hatte kann Salbei getrocknet oder auch als Topfpflanze im Handel erwerben.
Inhaltsstoffe: Ätherische Öle, Gerbstoffe und Bitterstoffe
Anwendung: Salbei ist sehr vielseitig in der Anwendung, ob in der Küche, als Teepflanze, als Heilpflanze wie z.B. zum gurgeln und baden oder zum Räuchern Bei übermäßigem Schwitzen z.B.an den Füßen können wir mit einem Fußbad linderung verschaffen.
Da er sehr stark entzündungshemmend und keimtötend ist können wir uns jetzt in der Erkältungszeit einen Teeabsud bereiten, gegen Halsweh und auch Zahnfleisch beschwerden gurgeln oder frische Blätter kauen.Als Tee getrunken bringt er in einer Teemischung die wunderbare goldgelbe Farbe, dabei sollte beachtet werden, daß man vom normalen Salbei nur ein Blatt beigibt, da der Tee sonst sehr bitter wird.Diese Bitterstoffe benötigen wir widerrum zum anregen der Magensäfte. Bei den Indianern ist der Salbei eine der wichtigsten Kräuter, jeden Tag eine Tasse getrunken soll sie viele Krankheiten fern halten.Schwangere sollten auf den Salbei verzichten , Magenempfindliche  können den Tee kurz aufkochen. Mit Kindern können wir etwas getrockneten Salbei in guten Honig einrühren, an der wärme ca.1 Woche stehen lassen und dann abseihen. Fertig ist der Hustenhonig, wer hat, kann noch Thymian zu geben.Zum Räuchern benutzen wir den Salbei als reinigende Pflanze.
In der Küche ist wohl sein häufigster gebrauch.Frisch zu Schweinebraten und Fleischgerichten,im Kräuteressig und Öl,Kräuterbutter-und Salz im Verdauungslikörchen. Überall machen wir uns seine verdauungsfördernde, blähungswiedrige,galleanregende Eigenschaft zu nutze.Probieren Sie mal frische Salbeiblätter durch Pfannkuchenteig gezogen und in heißem Fett ausgebraten,fertig sind die Salbeimäuse,eine „alte Köstlichkeit".

  • Schafgarbe - Achillea millefolium


Die Schafgarbe ist hier in unserer Alpenregion eine alt bekannte Heilpflanze. Von Schafen gern gefressen liebt die Pflanze  karge Böden und will keine Staunässe,  wächst gern an Wegrändern und in Wiesen die vom Vieh in den Bergen abgeweidet werden. Ihre weiß-grauen oft bis ins rosa leuchtenden Blüten die uns an Schäfchenwolken erinnern blühen vom Juni bis in den Oktober. Der Duft der Schafgarbe ist sehr aromatisch und der Stängel  fest, oft hart. Zur Ernte sollte ein Messer zum Abschneiden genommen werden, denn sonst reißt man oft ihre Wurzeln mit aus. Im Garten verhilft die Schafgarbe ihren Nachbarpflanzen zu mehr Widerstandskraft und verstärkt Ihren Duft. Einmal gefallen an der Pflanze gefunden können im Handel gelbe und rotblühende Stauden in veredelter Form erhalten werden. Diese erfreuen uns auch noch in getrocknetem zustand im Winter in Gestecken.
Verwendung findet die Schafgarbe hauptsächlich als Tee oder als Absud in Bädern. Dazu wird Sie am besten mit den Stängeln geerntet und in Kleinen Büscheln an einem luftigen dunklen Platz aufgehängt. Ist alles getrocknet am besten in Papier oder Stofftüten dunkel und trocken aufbewahren. So kann das Kraut nicht Schimmeln und nicht einstauben.
Als Tee bringt Sie  uns Linderung bei Bauchweh, Durchfall  Magenbeschwerden und Unterleibskrämpfen denn die Inhaltsstoffe der Bergpflanze sind appetitanregend,  blähungswidrig, krampflösend, verdauungsfördernd und Regeln unsere Menstruation .  „Schafgarbe im Leib, tut wohl jedem Weib" sagt wohl alles über dieses Frauenkraut aus. Desweiteren regen Ihre Bitterstoffe die Tätigkeit von Leber und Galle an. Sind wir in der Natur unterwegs und haben eine kleine Verletzung können wir etwas von den Blüten ankauen damit der Saft austritt und auflegen. „Jod der Wiese" wird die Schafgarbe auch genannt da Sie blutstillend , desinfizierend und entzündungshemmend wirkt.
Anwendung: Schafgarbe bei sonnigem trockenem Wetter pflücken, eine Flasche mit weitem Hals, bis gut zur Hälfte mit Blüten füllen  und  mit  gutem Olivenöl aufgießen. Die Flasche auf die sonnige Fensterbank stellen und 4Wochen stehen lassen  , danach abseihen. Bei Haarausfall in die Kopfhaut einmassieren, einwirken lassen und normal waschen, auch eine prima Spitzenpflege.das Öl kann auch bei Ekzemen und zur Wundheilung eingesetzt werden. Sollte eine Allergie auftreten, die Anwendung beenden.
In der Küche bringen die kleingeschnittenen Blätter eine besondere Note in den Salat und  fette Speisen werden leichter bekömmlich.


  • Thymian (Thymus vulgaris)


Thymian benutzten schon die alten Ägypter zum einbalsamieren der Toten . Bei den Griechen wurde mit dem Kraut geräuchert. Eine besonders schöne Überlieferung beschreibt ,daß im griechischen „thymos" Mut, Kraft und Stärke bedeutet und deshalb sollte es ein „Männerkraut" sein. Bevor die römischen Soldaten in den Krieg zogen badeten Sie in einem Thymianbad um dadurch Mut und Tapferkeit zu bekommen.
Thymian auch Bienenkraut genannt, weil die Bienen ihn besonders lieben. Aus dem Necktar der Blüten entsteht der Thymianhonig.Als Wurst- und Küchenkraut findet er, wie der Name schon sagt in der Speisenzubereitung seine Verwendung.
Anbau: Thymian ist eine mehrjährige, winterharte, immergrüne Pflanze. Der Halbstrauch zählt zu den Lippenblütlern und blüht vom Mai bis in den August in hellrosa bis dunkelrot. Es gibt Ihn in sehr vielen Sorten, z. B. Orangen, Zitronen oder Kümmelthymian. Wild wachsend heißt er Quendel. Thymian liebt einen sonnigen Standort und gedeiht auf trockenem leicht humosen Boden. Staunässe bringt seine Wurzeln zum faulen Er ist für die Kräuterspirale, Kübel, und Beetbepflanzung geeignet, in unseren Lagen ist eine Abdeckung mit Reisig im Herbst zu empfehlen
Inhaltsstoffe: ätherische Öle,wie Thymol  und Carvacrol sowie Bitterstoffe,Flavonoide und schleimlösende Saponine.Die ätherischen Öle des blühenden Krautes sind keimhemmend und krampflindernd.
Anwendung:Thymian wird in der Volksheilkunde eingesetzt bei Erkrankungen der Atemwege, wie Bronchitis,festsitzendem Husten, Keuchhusten, sowie bei Beschwerden im Magen -Darm bereich z.B.Blähungen und Appetitlosigkeit.Hier kann man sich aus dem Kraut gut einen Tee kochen.1 TL Tymiankraut für eine große Tasse, mit kochendem Wasser übergießen und 10 Min. ziehen lassen, dann abseihen.Evl. mit Honig süßen, davon tägl. 3-4 Tassen.Da Thymian ein wärmendes Kraut ist eignet es sich auch bestens als Badezusatz im Winter. Dazu übergießt man eine Hand voll Thymian mit 2l kochendem Wasser 10 Min. ziehen lassen und dann dem Badewasser zugeben,evtl. mit einem Schuß Johanniskrautöl. Das ergibt ein pflegendes, wärmendes Bad, gegen Erkältungen,wohltuend für Rheumakranke und es stärkt das Nervenkostüm.Thymian kann prima für Kinder eingesetzt werden und ist als Hustensaft erhältlich.

  • Zitronenmelisse ( Melissa officinalis) –stärkt unsere Nerven


Die Zitronenmelisse kurz genannt Melisse ist eine Heilpflanze für jung und alt. Die winterharte Staude wächst bei uns nicht wild und muß deshalb im Garten angebaut werden.Sie liebt einen nahrhaften leicht feuchten  Boden in Sonne oder Halbschatten.Eine dankbare Pflanze die man über den ganzen Sommer ernten kann.Schneidet man immer wieder die jungen Triebspitzen ab so treibt sie immer neu nach, lässt man sie stehen bekommt der Stock  lauter kleine weiße Lippenblüten und es kommen viele Bienen und Insekten, daher auch einer ihrer Namen „ Bienenfang".
Schon Paracelsus bezeichnete Sie als das „Gold der Medizin".Vielleicht auch manchem bekannt im „Melissengeist" der früher in Haus und Hof  für allerlei Wehwechen verwendet wurde.Sie ist eine wunderbare Teepflanze und eignet sich auch für Mischungen. Damit die Blätter beim trocknen nicht schwarz werden sollten sie bei Sonnenschein geerntet und rasch luftig getrocknet werden.  Durch ihr zitronenartiges Aroma kann Sie sehr vielseitig verwendet werden. Läßt sich z.B.zu Sirup, Likör und Essenzen verarbeiten, sowie in der Küche zu Salaten Dessers und Soßen.

Heilwirkung: Ihre Inhalsstoffe sind Gerb- Bitter- Mineralstoffe, Vitamine und ätherische Öle, die man sehr gut riechen kann ,wenn man ein Blatt zwischen den Fingern zerreibt und den Duft genießt. Ihr werden unter anderem nervenstärkende, beruhigende, krampflösende, schlaffördernde Eigenschaften zugeschrieben. Desweiteren soll sie magenstärkend und leberanregend sein.

Anwendung: Abends eine Tasse Tee als Einschlafhilfe oder untertags gegen Streß und nervosität stärkt die Nerven, bringt uns Entspannung und wieder in das innere Gleichgewicht.Auch bei Darm- und Magenkrämpfen bringt der Tee linderung.
In einen Liter Apfelsaft ein Sträußchen Melisse gehängt und 1-2 Std. ziehen lassen, mit Mineralwasser verdünnt ist nicht nur für Kinder ein toller Durstlöscher an heißen Tagen.
Sehr am Herzen liegt mir zu betonen daß bei allen Anwendungen uns bewußt ist: „Wir tun etwas für uns oder auch einen anderen lieben Menschen den wir pflegen "  und wenn es auch nur die Minuten sind die wir brauchen eine Tasse Tee zu kochen, das ist in unserer sehr hektischen Zeit denke ich sehr wichtig und ein wichtiger Aspekt für dieVolksheilkunde.



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